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Geschichte und PGW an der OPS

(mw) Die Fächer Geschichte und Politik, Gesellschaft, Wirtschaft (PGW) sind nicht die beliebtesten Schulfächer aller Zeiten. Das ist kein Phänomen der Gegenwart, das war, ausgehend von meinen eigenen Erfahrungen und Erzählungen anderer, schon „immer“ so. Das macht meine Arbeit als Geschichts- und PGW-Lehrer in Personalunion nicht unbedingt leichter, aber es weckt zugleich meinen Ehrgeiz als Lehrer einerseits und leidenschaftlicher Historiker und Politologe andererseits. Ich stehe mithin der vor der schwierigen Aufgabe meinen Schülern das Wissen zu vermitteln, welches die geistigen Väter und Mütter des Lehrplans als unabdingbar für eine angemessene Schulbildung erachten, sie selbst aber – also die Schüler – als wenigstens größtenteils entbehrlich. Die Herausforderung, die sich daraus ergibt, gehe ich auf zweierlei Arten an:

  1. An den vorgegebenen Lerninhalten führt schlicht kein Weg vorbei und der Schlüssel zur Verfestigung von Wissen ist (bedauerlicher Weise) stete Wiederholung. Nun stehen dem Lehrer als solchem allerdings viele Lehrmethoden zur Verfügung, um eben diese Wiederholung so unmerklich wie irgend möglich zu gestalten und das Interesse der Schüler am Unterricht zu entfachen und aufrecht zu erhalten. Dazu gehören neben dem klassischen Frontalunterricht die Unterrichtsmoderation durch Schüler, das Schülerreferat, die Schülerpräsentation, die Arbeit im Plenum, die schriftliche Einzelarbeit, die Gruppenarbeit in variierenden Gruppengrößen, die Projektarbeit und weiterhin die Lektüre, Videomaterial und Spiele.
  2. Der Lehrplan lässt uns hier und dort gewisse Freiheiten und Wahlpflichtfächer ermöglichen es uns Lehrern, Ansätze zu verfolgen, die sich deutlich vom Lehrplan entfernen und uns etwas im Geschichtsunterricht das Schweifen an ferne Gestade und in ferne Zeitalter zu erlauben, weit weg von Europa und weit zurück in die Vergangenheit. Hier soll zum einen der Blick die großen historischen Zusammenhänge und darüber hinaus geschärft werden, was das Klima und/oder die Geologie mit der Entwicklung der frühen Hochkulturen zu tun haben, vor allem aber soll das Interesse der Schüler in den Vordergrund rücken und sollen sie ihre Kreativität zur vollen Entfaltung bringen.

Ich habe mich, mit Einverständnis der Schüler, für eine kleine Auswahl an Projekten entschieden, in denen Schüler ihrer Kreativität und ihren Ideen Ausdruck verliehen haben. Weitere wunderbare Projekte aus vergangenen Jahren konnten leider nicht aufgenommen werden, aber wenigsten sollten einige von ihnen stellvertretend Erwähnung finden.

So hat eine Schülern der 9. Klasse einen vielseitigen und spannenden Essay über die Geschichte Chinas verfasst (Chinas Überwachungsstaat – Luna), eine andere Schülerin aus derselben Klasse ein Video zu berühmten Frauen der Geschichte gedreht und diese selbst gespielt. Ein Schüler der Oberstufe hat einen Zeitzeugen erzählen lassen (Die Erzählung eines Zeitzeugen).  Eine ehemalige Schülerin hat als Klausurersatzleistung in der 12. Klasse einen Ring geschmiedet und mit einem ebenfalls selbst gefertigten goldenen Zahn gekrönt, als Erinnerung an das Zahn- und Raubgold, das die Nationalsozialisten den europäischen Juden geraubt haben, und schließlich eine weitere ebenfalls ehemalige Schülerin ein überaus kreatives Plakat geschaffen, das sich mit dem Thema „Big Brother“ nach George Orwells Roman „1984“ in einem historischen und gegenwärtigen Kontext auseinandersetzte.

Zu sehen, wie viel Mühe und Leidenschaft in solche Projekte fließt und das auch im Falle von Schülern, die dem „regulären“ Geschichts- und PGW-Unterricht immer etwas abgewinnen können, ist eine große Freude und zeigt mir, dass das Problem „Desinteresse“ wenigstens teilweise mit kreativen Ansätzen und durch die Förderung der Talente und Interessen unserer Schüler gemindert werden kann.

Neuengamme ist ein Thema, das uns in der Mittelstufe beschäftigt – auch hier ist ein gelungenes Video entstanden.

 

 

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